Wenn das eigene Blut zum Heilmittel wird

Die Eigenblutinjektion ist ein therapeutisches Prinzip aus dem Bereich der Erfahrungsheilkunde bzw. Naturheilkunde (intravenöse Blutentnahme mit sofortiger intramuskulärer Reinjektion).

Die Therapie wird in der Naturheilkunde erfolgreich angewendet, obgleich sie in der Schulmedizin umstritten ist.

Eigenblutbehandlung ist eine Reiz- und Umstimmungstherapie

Wenn Blut aus dem Gefäßsystem austritt (einfachstes Beispiel ist der Bluterguss nach einer Verletzung), kommt es zu einer Entzündungsreaktion. Das Blut selbst wird zum Reiz für den Körper, um das Immunsystem zu aktivieren.

Bei der Eigenbluttherapie macht man sich dieses Wissen zu Nutze und injiziert kleine Mengen des eigenen Blutes in einen Muskel (meist in den Muskel des Po’s). Das ist gewiss schonender und schmerzärmer, als sich zweimal in der Woche einen blauen Fleck holen zu müssen.

Vorgehen bei der Eigenbluttherapie

Es werden ca. 5ml Venenblut aus der Armvene entnommen und entweder unverändert oder unter Zusatz von pflanzlich-homöopathischen Medikamenten (Echinacea oder Thymus) in die Muskulatur oder unter die Haut gespritzt.

Häufigkeit der Behandlung

Die Häufigkeit der Anwendungen hängt davon ab, ob es sich um einen akuten oder chronischen Krankheitszustand handelt. Durchschnittlich werden zwei höchstens drei Behandlungen pro Woche über einen Zeitraum bis zu drei Monaten für eine chronische Krankheit empfohlen, in der Regel 10 bis 15 Sitzungen.

Heilanzeigen/Indikationen

Allergiebehandlungen, Akne vulgaris, Furunkulose, Ekzeme, Urticaria (Nesselsucht), Pruritus (Juckreiz), Psoriasis (Schuppenflechte), Arthrosen, Gelenkrheumatismus, Reizblase, Heuschnupfen, grippaler Infekt, Infektanfälligkeit, Bronchitis, chronische Krankheiten und anlagebedingte Schwächen ,die nicht durch eine spezifische Therapie zu beeinflussen sind.

Bei Kindern erfolgt eine homöopathische Aufarbeitung bei einmaliger Blutentnahme.
Die Einnahme erfolgt dann in Tropfenform.

Hinweis zu Kosten der Naturheilverfahren:
In der Regel werden naturheilkundliche Untersuchungen und Behandlungen nicht von den Kassen erstattet. Sollten Sie jedoch eine Zusatzversicherung haben, fragen Sie bitte Ihre Kasse oder Ihren Versicherungsagenten.
Bei Privatversicherungen gibt es unterschiedliche Regelungen bei der Erstattung von naturheilkundlichen Behandlungen.